Bill Murray

Der fünfte und letzte Titel zu "Zimtschneckenjahre" trägt den klingenden Namen "Bill Murray". (Ja, genau, wie der Schauspieler. Um den geht es auch.) Es handelt sich dabei – ungelogen – um eines der schönsten Liebeslieder, die ich kenne. 

 

Falls ihr euch jetzt wundert, kann ich nur empfehlen, das Lied anzuhören. Am besten gleich auf YouTube, denn das Video dazu ist wirklich gelungen. Freundlicherweise sind genau die wesentlichen Zeilen mit Untertiteln eingeblendet.

 

"Damals in den Flieger nach London zu steigen, war das Schwerste, was ich je tun musste", erklärte er. "Dich aufzugeben, war nicht eine Sekunde lang leicht und ich habe die Entscheidung seither jeden einzelnen Tag bereut. Ich hatte zwar endlich die erfolgreiche Karriere, für die wir so hart gearbeitet hatten, aber ohne dich war das alles wertlos."

 

Da hätte Ben besser auf Bill Murray hören sollen, der da frei übersetzt im Lied sagt: "Das Dümmste, was ich je gemacht habe, war sie gehen zu lassen." Und dann weiter: "Es gibt im Leben nur eine Person, die dich am besten kennt."

Die Sätze passen beide sehr gut zu der Beziehung von Ben und Lea. Sie sind eigentlich genau das füreinander: die Person, die den jeweils anderen am besten kennt und versteht. Trotzdem hat er sich dafür entschieden, sie zurückzulassen und stattdessen dem Ruf der Plattenfirma nach London zu folgen. Nur eine von mehreren falschen Entscheidungen, die einer der beiden getroffen hat.

 

"Bill Murray" steht für mich am Ende aber nicht nur für die falschen Entscheidungen. Denn eigentlich ist es eine wunderschöne Liebeserklärung – noch dazu mit Klavier. Das hätte Ben nicht besser machen können.

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© Pia Christina Prenner 2020