Happy 2020

Seid ihr gut in das neue Jahr gestartet?

 

Ich hatte einen schönen Jahreswechsel zusammen mit meiner Familie und lieben Freunden. Wir haben eigentlich gar nichts Besonderes gemacht: gegessen, getrunken, Musik gehört, "Dinner for One" angesehen, mit Sekt und Kindersekt auf das neue Jahr angestoßen, während wir den Donauwalzer gehört und uns das Feuerwerk angesehen haben.

Davor haben wir aber noch ein kleines Ritual durchgeführt, zu dem ich meine Familie voriges Silvester zum ersten Mal überredet habe. Sehr zu meiner Freunde waren diesmal alle sofort dabei, als ich gefragt habe, ob sie es wiederholen wollen.

 

Die Idee dazu stammt nicht von mir, sondern von der wunderbaren Judith Holofernes. Sie hat den Blogartikel schon vor längerer Zeit geschrieben, teilt ihn aber zuverlässig zu Silvester in den sozialen Medien, wodurch ich darauf aufmerksam wurde. Ende 2018 hatte ich ein echtes Bedürfnis, Dinge abzuschließen und zurückzulassen, und ich wollte ganz dringend, dass 2019 besser wird.

 

So wie Judith das beschreibt, dauert es bei ihr und ihrem Mann wirklich Stunden, bis sie alles zu Papier gebracht haben. Bei uns war es wegen der Kinder eher die Kurzversion, aber nichts desto trotz gilt: zurückblicken, bewusst machen, dankbar sein, auch mal ärgern, dann aber loslassen. Und natürlich: WÜNSCHEN!

Judith schreibt, dass sich erschreckend viele von ihren Wünschen erfüllt haben (und dass man deshalb vorsichtig damit sein soll, was man sich wünscht).

 

Nach meinem ersten Versuch kann ich das nur bestätigen. 2019 sind verrückte Dinge passiert, die ich mir so nie erwartet hätte. Da kreuzt ein Mensch virtuell deinen Weg, du sagst mal vorsichtig Hallo und diese Begegnung zieht einen Lawine an Ereignissen nach sich, von der du kaum zu träumen gewagt hast.

Aber – wie Judith warnt: "Be careful what you wish for", denn: 2019 war deshalb nicht durchwegs positiv. Auf der anderen Seite ist das Gras nämlich auch nicht grüner.

Versteht mich nicht falsch. Für vieles bin ich wirklich dankbar, weil es gut war. Für manches bin ich aber aus dem Grund dankbar, weil ich daraus etwas lernen durfte. Ich habe 2019 wirklich verdammt viel gelernt, das steht fest. Und das ist es auch, was mir von diesem Jahr bleiben wird, denn dieses Wissen und diese Erfahrung, die kann mir keiner mehr nehmen.

 

In den letzten Wochen habe ich mich des Öfteren darüber beklagt, wie im letzten Drittel des Jahres alles eine scheinbar negative Wendung gemacht hat. Dabei wurde doch mein erstes Buch bei einem Verlag veröffentlicht und alleine das sollte ein Grund für Euphorie sein. Ich muss allerdings ehrlich zugeben, dass mir die Arbeit am Buch wesentlich mehr Spaß gemacht hat als die Veröffentlichung. Seither verspüre ich einen großen Druck gepaart mit dem Gefühl, nichts mehr dazu beitragen zu können, dass es ein Erfolg wird. Ich habe hart daran gearbeitet, dass dieses Buch gut wird. Jetzt ist es da draußen und … Nichts. Abwarten und Tee trinken. Das liegt mir aber nicht.

Kurz vor Jahresende, als ich gerade in besonders grummeliger Stimmung war, hat mir dann jemand auf mein Gesuder geantwortet: "Du weißt aber schon, dass 2019 ein Jahr der Aussaat war und dass 2020 geerntet wird?"

Hmmmm …

Nein, wusste ich nicht, ich lese eher selten in den Sternen. Aber ich muss zugeben, dass mir die Aussicht gefällt, die viele harte Arbeit des vergangenen Jahres könnte im nächsten Früchte tragen. Und wenn Judiths Silvester-Voodoo-Ritual funktioniert, warum nicht auch das, was die Sterne behaupten?

Deshalb habe ich beschlossen, mit der Einstellung ins neue Jahr zu gehen, dass auch alles, was nicht gut war, für etwas gut war. 2020 wird mir zeigen, wofür. Und wenn nicht 2020, dann eben 2021.

 

Alles Gute für das neue Jahr!

Ich wünsche euch allen Glück und Zufriedenheit und vor allem Gesundheit!

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Pia Christina Prenner – schreiben@piachristinaprenner.at