Herzensprojekt

Ich habe mich selber überholt. Im vorletzten Blogbeitrag habe ich eine kleine Veröffentlichung Anfang nächsten Monats angekündigt. Aber irgendwie ging plötzlich alles so schnell und ich wusste nicht, worauf ich noch warten sollte. Und deshalb ist der Kurzroman "Herz aus dem Takt" schon jetzt auf Amazon online.

 

Selfpublishergurus haben an dieser Vorgehensweise bestimmt einiges auszusetzen. Bestimmt hätte ich vorher viel mehr Werbung machen sollen, den Titel feierlich verkünden und das Cover mit Trara enthüllen. Aber kaum war der Titel (nach einer kurzen Suchaktion via Instagram) da, war das Projekt für mich abgeschlossen. Also dieses erste Viertel, denn das ist es voraussichtlich. Ein Viertel von Axels Geschichte. Das erste Kapitel eines mehrteiligen Projekts, das nur aus eBooks bestehen wird, bis es vollständig ist. Dann, wenn es fertig ist, bringe ich es vielleicht auch in gedruckter Form heraus. Aber vorerst ist es klein und überschaubar. Also wieso sollte ich mir das Leben unnötig schwer machen?

 

Klar, ich hätte im Amazon Ranking sicher einen besseren Start hinlegen können. Sicher, die Verkäufe der ersten Woche hätten besser sein können. Natürlich, es wäre toll gewesen, wenn ich gleich am ersten Tag ein paar 5-Sterne Rezensionen eingefahren hätte.

Aber, hey, das alles erwarte ich mir von dem Projekt gar nicht und genau das ist das Schöne daran. Es geht hier nicht darum, einen Bestseller zu landen. Es geht hier eher ein bisschen um eine Befreiung.

Obwohl mein Verlag – praktisch, seit sie mir einen Vertrag für mein Debüt angeboten haben – weiß, dass es dazu Fortsetzungen gibt, habe ich bis heute keine Entscheidung, ob sie auch die verlegen wollen oder nicht. Keine Entscheidung heißt: auch kein Nein. Und ich habe inzwischen wirklich schon sehr direkt nachgefragt, das Nein quasi schon aufgelegt.

Das ewige "Vielleicht" nervt mich, vor allem, weil es mein Herzensprojekt auf Eis legt. Klar, ich könnte drauf pfeifen und es im Selfpublishing machen. Aber ich hätte gerne eine einheitliche Linie in der Serie, danach verlangt mein innerer Monk. Und einheitlich wäre nun mal mit dem Verlag. Deshalb lasse ich mich hinhalten, anstatt einfach die Initiative zu ergreifen.

 

Aber Axel, der ist mein Ausweg aus diesem Dilemma. Mit ihm kann ich die Geschichte stückchenweise weiterschreiben, in kleinen, überschaubaren Häppchen veröffentlichen, ohne mich dafür in enorme Unkosten zu stürzen oder mir die Nächte um die Ohren zu schlagen aus lauter Angst, im fertigen Print könnte sich noch ein Tippfehler finden. "Nur eBook" nimmt mir viel Druck.

Ich habe das Projekt noch nicht bis zum Ende durchgeplant, aber auch das empfinde ich gerade nicht als Problem, sondern als Freiheit. Und gerade jetzt, während ich diese Zeilen tippe, kommt mir der Gedanke, dass die verschiedenen Konzepte, über die ich schon nachgedacht habe, vielleicht gemeinsam genau das ergeben, was ich mir vorstelle. Hm, ja, ich glaube, so gefällt mir das …

 

Ja, von Axel werdet ihr ganz bestimmt noch mehr zu lesen bekommen. Seine erste Geschichte findet ihr hier.

Ich wünsche euch viel Vergnügen beim Lesen!

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© Pia Christina Prenner 2020