out now and now

Vor zehn Tagen ist mein Romandebüt "Zimtschneckenjahre" erschienen. Es hat ein bisschen gedauert, bis ich auch selber das erste gedruckte Exemplar in Händen halten konnte. Jetzt ist es da und es ist ein echtes Buch. Eigentlich wäre das ein Moment um innezuhalten und stolz zu sein. Aber so einfach ist das nicht.

 

Am Tag vor der Veröffentlichung wurde mir mehrmals die Frage gestellt, ob ich denn aufgeregt wäre. Nein, war ich nicht. Denn – und das war auch meine Antwort – im Endeffekt "passiert" am Veröffentlichungstag ja nichts. Mehr noch, was sich da vielleicht doch tut, sagt rein gar nichts über den Erfolg oder Misserfolg meines Debüts aus. Nur eines ist definitiv: Das Buch ist fertig und da draußen in der Welt. Für mich ist das in gewisser Weise ein Schlussstrich.

 

Wenn dieses Projekt nun abgeschlossen ist, drängt sich automatisch die nächste Frage auf: Was kommt jetzt?

Die ernüchternde Antwort: Marketing. Denn so ein Buch verkauft sich nicht von alleine. Auch nicht, wenn du einen Verlagsvertrag hast.

 

Es ist einigermaßen deprimierend, dass es an diesem Punkt nicht viel Unterschied zu machen scheint, ob ich mein Buch im Selbstverlag oder mit einem Verlag herausbringe. Denn eigentlich würde ich mich wirklich gerne einfach auf ein neues Schreibprojekt stürzen. Aber die Realität schaut leider anders aus. Du musst heutzutage als Autorin ganz viel selber machen, deine Website pflegen, deinen Social Media Kanal und nicht zu vergessen die gute alte Mundpropaganda. Und dann bleibt dir nur zu hoffen, dass das alles irgendwas bringt, dass die Leute, die dir auf Instagram folgen, das Buch auch kaufen, lesen und vor allem: weiterempfehlen.

Der Kampf um Rezensionen (idealerweise natürlich auch noch positive) ist ein harter.

 

Ganz ehrlich: Ich mag das nicht. Ich will doch eigentlich nur schreiben. Aber die Leserinnen, denen ich mit meinen Büchern schöne Stunden bereiten möchte, müssen erst aufgestöbert und aufmerksam gemacht werden.

Eine Wissenschaft für sich.

 

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© Pia Christina Prenner 2020