Zielgerade

Seit Jahresbeginn bin ich so produktiv wie schon lange nicht mehr. Zwei Projekte sind bereits so weit, dass zumindest zwischenzeitlich "fertig" drunter steht, beim dritten nähere ich mich diesem Punkt schneller, als ich vor ein paar Tagen noch erwartet hatte.

 

Wenn ich mich bei einem Projekt dem Ende der Erstfassung nähere, macht sich bei mir immer eine gewisse Unruhe breit. In dieser Zeit stehe ich am meisten unter Druck (den ich mir nur selber mache), weil ich zweifle, ob ich die Geschichte so zu Papier bringe (eigentlich in die Datei) wie sie in meinem Kopf ist. Dabei ist das eine total unbegründete Angst. Die Erstversion ist für mich nämlich genau das: eine erste Version. Eigentlich weiß ich doch ganz genau, dass ich davon noch jeden einzelnen Buchstaben ändern kann, wenn mir danach ist. Dieses Bewusstsein trägt mich locker durch jede Schreibblockade, weil ich dann einfach irgendwas schreibe, nur damit die Geschichte weitergeht. Kann ich ja nachher wieder löschen.

 

Nun habe ich gestern überraschend die letzte Szene meines aktuellen Projekts geschrieben. Damit hatte ich wirklich nicht gerechnet. Sie ist auch gar nicht richtig, ich habe bei dem Gespräch auf einen entscheidenden Teil vergessen, den ich unbedingt noch einbauen muss. Wichtig ist für mich, dass mir dieser Zwischenabschluss zeigt, dass das Projekt gelingen kann, dass ich in dem Zeitrahmen, den ich mir gesetzt habe, fertig werden kann. So lange kein "Ende" unter dem Text steht, sitzt mir die Angst im Nacken, dass sich das alles vielleicht gar nicht ausgeht.

Aber, hey, ich bin super in der Zeit. Die erste Testleserin steht in den Startlöchern und bis Ende des Monats kann ich das Feedback locker einbauen.

Auch bezüglich der Covergestaltung gab es gestern gute Nachrichten, das Projekt wird also nicht daran scheitern.

 

Stellt euch schon einmal darauf ein, dass es Anfang des nächsten Monats zumindest eine kleine Veröffentlichung von mir geben wird. Es ist "nur" ein Nebenprojekt, aber eines, das mir großen Spaß macht, weil es tiefer in die Geschichte von "Zimtschneckenjahre" eindringt. Genauere Infos folgen ganz bald!

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© Pia Christina Prenner 2020